Style matters! And reflects!

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Klettern ist nicht nur ein Sport, es ist ein Lebensstil! Das hört und ließt man oft. Stimmt vielleicht auch. Auf mich trifft es jedenfalls zu. Deshalb ist es für mich wichtig, diesen Lebensstil auch mit meiner Kleidung auszudrücken. Früher wunderte ich mich über „Dirtbags“, die mit zerfetzten Hosen und mehr Lumpen als T-Shirts am Fels rumlungerten – und ganz gehörig anwerkten. Den Sinn hinter dem Aussehen hatte ich lange nicht verstanden. Heute ist der Dirtbag ausgestorben, jedenfalls wenn man John Dickeys Essay Dirtbagging is dead Glauben schenkt.

Dafür lebt der Geist der Pioniere von einst in vielen von uns weiter. Zum einen bei uns (Freizeit-) Kletterern, für die das Vertikale Mittel zum Ausdruck ihrer Einstellung geworden ist und die dementsprechend nicht nur hart anreißen, sondern in ihrem ganzen Denken und Handeln an die Altmeister erinnern. Sie versprühen den Spirit von einst, genießen die gemeinsame Zeit am Fels oder in der Halle, leben die Gemeinschaft, schätzen das Miteinander, respektieren die Natur und denken und handeln für morgen.

Zum anderen bei denen, die noch einen Schritt weiter gegangen sind und Klettern zu ihrem Lebensmittelpunkt gemacht haben. Inzwischen gibt es viele kleine „Unternehmen“, die Produkte für Kletterer herstellen und dabei gleichzeitig ein Statement abgeben. Sie werden vielleicht nicht reich, dafür bereichern sie uns. Sie setzen sich für Umweltschutz und faire Produktion ein, fertigen lokal, vegan und mit Bio-Materialien oder recyceln Ausgedientes.

Jeder der diese Labels unterstützt sieht nicht nur gut aus, er setzt auch ein Zeichen!

Style matters! And reflects!

Im Folgenden stellen wir Euch ein paar dieser Labels vor und begeben uns so auf eine modische Reise durch Europa. Natürlich ist unsere Auswahl rein subjektiv, dafür voller Überzeugung.

Ein Klick auf das jeweilige Logo führt Euch zur Website des Unternehmens, für dessen Inhalt RALFISORDINARYLIFE natürlich keine Haftung übernehmen kann.

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Die Erde ist nach Merkur und Venus der dritte Planet unseres Sonnensystems, eben the 3RD ROCK. Jessica Mor, Gründerin von 3RD ROCK sieht die Erde als große Spielwiese für uns Kletterer und ist sich bewusst, dass wir alle diese Spielwiese schützen müssen, wenn wir und die nächsten Generationen weiterspielen wollen.

Motto:
„Als Modedesignerin und Klettererin war klar, welchen Weg ich gehen wollte, deshalb habe ich 3RD ROCK gegründet. Ein Eco Activewear Label für Kletterer, Yogis und alle da draußen, die aktiv sein wollen“

Engagement:
Für jedes verkaufte Teil der Earth Collection spendet 3RD ROCK 1 £ an eine gemeinnützige Organisation. Die Kleidung ist aus Organic Cotton gefertigt.

Sortiment:
Hoodies, Sweatshirts, Tops, T-Shirts, Leggins, Hosen und Shorts und vieles mehr.

Lieblingsteil:
MONSTEE

 

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ABK ist abgefahren! Nicolas und sein Team sind cool, kreativ, lässig und vermutlich ein bisschen verrückt.Sie residieren in Voiron, Nähe Grenoble am Fuße der französischen Alpen und designen dort nicht nur ausgeflippte Mode, sondern auch freaky Web-Content und Videos. Das müsst Ihr Euch anschauen.

Motto:
„Die Website von ABK, der Marke die Dich nicht stärker aber schöner macht. Mit einer Menge Zeug, um Dich aufzuhübschen. Um dank unserer Hosen aus Elastan klettern zu gehen, um in ABK Jeans straßentauglich zu sein, um mit Espandrilles modisch erscheinen oder um in Unterwäsche einer Pyjamaparty beizuwohnen“

Engagement:
Ein Großteil der Kollektion wird in Frankreich hergestellt, viele Modelle sind aus Organic Cotton.

Sortiment:
Hoodies, Sweatshirts, Tops, T-Shirts, Leggins, Hosen und Shorts, Unterwäsche, Hausschuhe und Accessoires. Komplette Kollektion für Kinder.

Lieblingsteil:
UNDER BOXER COTATION V3

 

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Belmez Face, das sind die Hardrocker aus Spanien. Genauer gesagt: Belmez Face is a two-headed biorobotics machinery formed by gear from alien material.

In dem Ort Belmez de Moraleda in Andalusien werden seit 1971 Spukphänomene in Form von Gesichtern in Betonböden beobachtet, daher die Namensgebung. Das passt irgendwie zur Gesinnung des Labels.

Die Markenbotschafter sind nicht Abassadore, sondern gehören zur Brigade. Vermutlich sind deshalb die Gesichter bei Produktfotos hinter Mützen, Masken, Tüten oder Sonnenbrillen versteckt.

Motto:
„The dark side of climbing“

Engagement:
Wie es sich für Untergrundkämpfer gehört, erfährt man nur wenig über deren Engagement für die Umwelt. Jedenfalls werden alle Produkte in Madrid hergestellt. Dafür scheinen sie sich für ihre Mitmenschen zu engagieren. Zumindest bieten sie Therapien an. Ob man sich da wohl auf die Bare legen will? Schaut Euch die Videos auf der Homepage an und entscheidet selbst.

Ein T-Shirt trägt den Namen FUCK OLYMPICS. Was für ein Statement! Nicht unbedingt gut für die Umwelt aber in gewisser Weise auch Engagement.

Sortiment:
Hosen und Shorts, Hoodies und T-Shirts, Mützen, jede Menge Accessoires bis hin zu Musik-CDs. Außerdem gibt’s einen Klettergriff in Form des „Belmez Face“.

Lieblingsteil:
FUCK OLYMPICS

 

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Print

CHALK MACHT ALBERN ist unser Local. Jedenfalls, wenn man in Frankfurt am Main lebt. Die Marke ist noch sehr jung, Basti hat sie letztes Jahr gegründet.

Basti, der in Frankfurt nicht nur Bastis Bastelstube betreibt, sondern auch als Hausmeister in der Boulderwelt Frankfurt arbeitet, glaubt dort immer wieder Leute zu entdecken, die – wie er selbst – „einen an der Waffel haben“. Diese Beobachtung führte er auf den erhöhten Chalk-Konsum zurück und stand Pate bei der Namensgebung für sein Label.

Motto:
„CHALK MACHT ALBERN“

Engagement:
Die Kleidung ist 100 % Fair Wear und aus Baumwolle. Die Druckfarben sind vegan, wasserbasiert und umweltfreundlich. Alle Teile werden in Handarbeit in Bastis Bastelstube hergestellt. Jedes Stück ist ein Unikat.

Sortiment:
Hoodies, Sweatshirts, Tops, T-Shirts, Leggins, Hosen, Shorts und vieles mehr.

Lieblingsteil:
Jedes Teil ist ein Unikat. Sucht Euch Euer eigenes Lieblingsteil aus.

 

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Die Idee Kletterseile „upzucyceln“ ist ein Prädikat! Julia setzt das nicht nur perfekt um, sie kreiert Kunst. Dabei verarbeitet und kombiniert sie alte Kletterseile und entwirft daraus allerhand Nützliches und Schönes. So entstehen Produkte, die nie gleich aussehen. Jedes Stück ein Unikat.

Was ist upcycling?
Upcycling ist eine Form des Recycelns. Beim Recyceln stampft man „Müll“ ein, um wieder etwas Neues zu produzieren, beim Upcyceln nutzt man alte Dinge, um ihnen neues Leben einzuhauchen. Man kann also den neuen Dingen immer noch ansehen, woher sie stammen oder was sie einmal waren. So haben neue Produkte bereits eine Geschichte „auf dem Buckel“.

Motto:
„Upcycling aus Kletterseilen – Für Kletterer, Weltretter & Sparfüchse“

Engagement:
Durch das Recyceln von Materialien wird Müll reduziert.Die Produkte werden in Köln gefertigt, entweder von Jule selbst oder in der integrativen Werkstatt CARITAS in Köln-Ossendorf.Dabei ist jedes Teil ein Unikat.

Sortiment:
Alles, was man aus alten Kletterseilen machen kann: Gürtel, Handyhüllen, Geldbeutel, Sitzkissen, Schlüsselanhänger, Hundeleinen …

Lieblingsteil:
Kerstins Handyhülle

 

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Sebastian und sein Team sind begnadete (Kunst-) Handwerker.  Sie sorgen nicht nur dafür, dass wir gut aussehen, sie sorgen dafür, dass der Fels gut aussieht! Wie? Mit allerlei „Cleanquipment“. Vor allem mit professionellen Bürsten zum Putzen von kleinsten Leisten und größten Slopern.

Motto:
„Unsere Bürsten sind keine Accessoires an Chalkbags – Unsere Bürsten sind Werkzeuge für mehr Grip und sauberen Fels“

Engagement:
Die Borsten der Bürsten sind aus organischem Material, das Holz stammt aus kontrolliertem Anbau in Europa und gefertigt wird alles in sozialen Werkstätten in Deutschland. Nicht zuletzt leisten die Werkzeuge – wie das Motto schon verrät – einen Beitrag zu sauberen Felsen. Dies in den Vordergrund zu stellen und uns allen ins Bewusstsein zu rufen, ist ein großartiger Beitrag.

Sortiment:
Bürsten, Putzstöcke, Skinshaper und Shirts. Außerdem gibt es jede Menge Topos zum herunterladen.

Lieblingsteil:
Skinshaper – was ist cooler als in der Halle zu sitzen und erst mal die Hornhaut abzufeilen?

 

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Kristin Jung hat mit ihrem Label die Kletter-/Boulderwelt im Sturm erobert. Seit 2012 ist es praktisch unmöglich, eine Halle zu betreten oder an einem Felsen zu klettern, ohne einem „Emil“ oder „Fritzi“ zu begegnen.

So nüchtern und sachlich die Homepage von jung-ware auf den ersten Blick erscheinen mag, die Hosen sind bunt und stylish. Außerdem sind die Teile so angenehm zu tragen, dass man sie gar nicht mehr ausziehen mag.

Nicht zuletzt gehört Mia, meine liebe Campusboard-Trainingspartnerin aus alten Blockwerk-Zeiten, zum Team. Die Hosen sind ihr – im wahrsten Sinne des Wortes – wie auf den Leib geschneidert.

Motto:
„Qualität, Design und Passform“

Engagement:
Die Produktion findet in Europa statt. Das Sortiment umfasst nur Kleidung aus BIO-Stoffen.

Sortiment:
Für Jungs gibt’s den Emil in allen denkbaren Farben, für Mädels Fritzi und Anuk. Die Kindermodelle heißen Fritzi bzw. Fritzchen. Zusätzlich sind noch Socken und Oberteile zu haben.

Lieblingsteil:
EMIL natürlich.

 

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logo-nihil_blackNihil darf zurecht als Urgestein der Kletterlabels bezeichnet werden. Irene hat Nihil 2002 gegründet und seitdem ständig weiterentwickelt. Damit ist Nihil das perfekte Beispiel, wie weit man es bringen kann, wenn Motivation und Einstellung auf kreatives Können treffen. Da spielt es keine Rolle, dass Felsen in den Niederlanden Mangelware sind.

Motto:
„Life Style Wear – Not just for climbing – Live the life you love“

Engagement:
Die komplette Kollektion wird in den Niederlanden designed und in Portugal gefertigt. Portugal steht für eine große Tradition in der Fertigung von Textilien und Kleidung. So wird nicht nur ein hoher Qualitätsstandard, sondern auch faire Preise und humane Arbeitsbedingungen gewährleistet.

Sortiment:
Riesige Kollektion an Kleidung für Kinder, Mädels und Jungs. Neben Hosen, Shorts, Hoodies, Shirts gibt’s Mützen, Bandanas, Unterwäsche und Socken.

Lieblingsteil:
SOCIAL MONKEY TEE

 

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Die Leute von Steinwild sind „wild auf Stein“. Für Walter und sein Team ist es egal ob 5. oder 10. Grad, Halle oder Fels, Büro oder Biergarten. Die Kollektion soll alle (kletter-)begeisterten Menschen ansprechen – tut sie auch!

Motto:
„Der Klettervirus lebt im Kopf und ist eine Lebenseinstellung, die sich auch immer wieder durch die richtige Kleiderwahl äußert“.

Engagement:
Design in einer Meisterschneiderei in Bayern und Produktion in der Türkei. Die Hosen sind so robust, dass sie länger als andere halten. Auch das ist Nachhaltigkeit.

Sortiment:
Hoodies, Shirts, Tops und Hosen für die Kletterin und den Kletterer.

Lieblingsteil:
ROCKSTAR

 

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Zum Schluss
Style matters! And reflects! – Hinterlasse auch Du Spuren – oder eben besser keine!

Disclosure
Dieser Beitrag ist nicht gesponsort. Von keinem der genannten Unternehmen habe ich eine Zuwendung erhalten.

Die Verwendung der Logos und Bilder erfolgt mit ausdrücklicher Erlaubnis der Unternehmen. Die Aussagen zu Marken und Produkten basieren auf meinen persönlichen Erfahrungen und den Angaben der Unternehmen.

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