Restdays in Albarracin

(Bitte etwas Geduld, das Laden der Bilder braucht etwas Zeit)

Die schlechte Nachricht zuerst: wir waren 2 Wochen in Albarracin und sind praktisch nicht gebouldert! Das ist einerseits ganz schön blöd. Andererseits – und das ist die gute Nachricht – gibt es in und um Albarracin so viel zu tun und zu sehen, dass man das Bouldern gar nicht unbedingt vermisst. Schließlich gilt Albarracin als der schönste Ort Spaniens!

Hier ein paar Tipps für die boulderfreien Tage.

Albarracin
Die Altstadt von Albarracin ist wunderschön „alt“. In den engen Gassen ist die Zeit stehen geblieben, es sieht aus wie vor hundert Jahren. Man kann herrlich und ohne (Stadt-)Plan herumlaufen und sich gemütlich verirren. Egal – man kommt immer irgendwo an, wo es neue Ein- und Ausblicke gibt. Zentraler Platz ist der – wie könnte es anders sein – Plaza Major. Er lädt mit seinen Cafés, Bars und Restaurants zum Verweilen ein.

Besondere Hingucker sind die vielen verschiedenen kunstvoll geschmiedeten Türklopfer an den Haustüren.

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Spaziergang am Fluss
Der Paseo Fluvial ist ein kleiner Spaziergang entlang des Flusses Guadalaviar. Guter Ausgangspunkt für die kleine Wanderung ist die Touristeninformation an der Calle Puentes (Hauptstraße). Der Fluss hat sich tief in die Landschaft eingegraben und umzingelt Albarracin von drei Seiten. Er fließt sozusagen um Albarracin herum. Deswegen ergeben sich immer wieder neue Blicke auf die Altstadt, die Burg und die Festungsmauern.

Mit etwas Glück kann man sogar noch in den Kalksteinen eingelagerte Fossilien finden.

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Kathedrale
Der Kathedrale von Albarracin gebührt ein eigener Ausflug. Die katholische Kirche aus dem 16. Jahrhundert ist ganz typisch mit Grundriss in Kreuzform angelegt und im Inneren mit vielen Sehenswürdigkeiten ausgestattet. Im Gegensatz zum morbiden Charme der Häuser in den Gassen der Altstadt ist die Kathedrale perfekt renoviert. Alles glitzert, funkelt und strahlt vor Glanz.

Leider ist die Kathedrale nicht öffentlich zugänglich und nur im Rahmen einer Führung zu besichtigen (Stand 2017). Zu der Führung muss man sich vorher anmelden. Dies kann man im Museo Diocesano, das direkt neben der Kathedrale untergebracht ist. Weitere Infos gibt es hier: Führung Albarracin, Kathedrale, Castillo

Man erreicht die Kathedrale vom Plaza Major über die Calle Catedral in fünf Gehminuten und erkennt sie von weitem am Kirchturm mit den bunten Dachziegeln.

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Grillen und Chillen
Gleich gegenüber des Sektors Parking findet ihr einen tollen Grillplatz. Schöne Sitzgruppen aus Sandstein unter hohen, schattenspendenden Kiefern bieten Platz für einige Gruppen und ein Häuschen beherbergt Feuerstellen mit eingebauten Rosten. Die Wiese ist ideal zum Spielen, Faulenzen und Toben für die Kleinen. Sogar Rutsche, Schaukel und Klettergerüst (in Albarracin ???) sind vorhanden. Auch nach einer langen Bouldersession kann man hier den Tag gemütlich ausklingen lassen und mit anderen Kletterern Erlebnisse austauschen.

Nur Holz findet man im Umkreis von einem Kilometer um den Grillplatz kaum, deshalb ist es ratsam, nicht nur Grillgut, sondern auch Kohle mitzubringen.

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Im Wald von Bezas
Bezas ist ein kleines Örtchen unweit von Albarracin. Der Ort selbst scheint weniger interessant, dafür gibt es im umliegenden Wald fantastische und vor allem auch schattige Möglichkeiten zu spazieren und zu wandern. Belohnt wird man mit tollen Eindrücken und Ausblicken in die Natur und mit den weltbekannten Pinturas, den prähistorischen Malereien.

Ihr erreicht den Ausgangspunkt, wenn ihr von Albarracin kommend einfach an den Boulder-Parkplätzen vorbei immer weiter fahrt. Ab dem Boulderparkplatz sind es genau 11 km, bis auf der linken Seite ein kleiner Parkplatz auftaucht. Dort kann man gut das Auto abstellen. Die Straße hat die Nr. A-1513. 100 m weiter führt dann links ein Pfad den Berg hinunter (ausgeschildert). Bis zum Ortseingang wären es noch 2 km.

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Castillo
Die eigentliche Burg von Albarracin liegt etwas versteckt am südlichen Ende der Stadt. Man erreicht sie, wenn man vom Marktplatz aus an der Kathedrale vorbeigeht (Calle Catedral), dann in die Calle Sta. Maria einbiegt und sich dann rechts haltend über Stufen zum Eingang hoch kämpft.

Leider ist auch das Castillo nur im Rahmen einer Führung zu besichtigen. Diese lohnt sich durchaus. Im Inneren des Castillos ist nicht mehr so viel erhalten. Dafür geben sich die Führer alle Mühe, jedes Detail genau zu erklären. Außerdem sind die Ausblicke von hier oben auf die Stadt und die Umgebung kaum zu toppen.

Weitere Infos gibt es hier: Führung Albarracin, Kathedrale, Castillo

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Cascada San Pedro
Die Cascada del Molino San Pedro ist der vielleicht schönste Ort um sich Abkühlung zu verschaffen. Hier fällt kein kleiner Fluss über grasbewachsene Felsen über einige Meter in die Tiefe und bildet dann einen tollen kleinen Pool und schließlich einige weitere kleine Kaskaden. Selbst wenn es zum Baden zu kalt ist lohnen die knapp 40 Kilometer, denn man kann ohne viel Mühe hinter den Wasserfall treten. Buchstäblich atemberaubend.

Von Albarracin fährt man durchs Tunnel und dann zunächst auf der A-1512 Richtung Torres de Albarracin bis man scharf links auf die A-1703 abbiegt und an Royuela und Terriente vorbei bis nach Toril fährt. Kurz hinter Toril biegt ihr rechts auf die TE-V-9122 Richtung Vallecillo. Von dieser Kreuzung aus sind es 7,1 km bis auf der linken Seite die Abzweigung zur Molino y Cascada de Sand Pedro kommt.

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Peracense
Peracense ist ein kleines, beschauliches Örtchen knapp 60 km nördlich von Albarracin. Der Ort selbst lohnt kaum einen Besuch, wäre da nicht das Castillo de Peracense. Spätestens seit mein Sohn ein großer Burgenfan ist (siehe Zimtstern war gestern …), ist der Besuch einer Burg also Pflicht und das Castillo in Peracense enttäuscht nicht. Es liegt wunderschön auf einem Bergrücken, ist in Teilen gut erhalten und verfügt über ein Museum und über eine schöne Ansammlung an mittelalterlichen Waffen und Kriegsgerätschaften.

Den Besuch sollte man gut planen, da der Zugang an Öffnungszeiten gebunden ist. Weitere Informationen findet man hier: Castillo de Peracense

Die Fahrt von Albarracin nach Peracense an sich ist schon ein Erlebnis. Schluchten, Ebenen, Wälder und ein Pass, alles dabei. Man startet durchs Tunnel und fährt auf der A-1512 durch Torres de Albarracin und Tramacastilla bis nach Noguera de Albarracin. Dort wechselt man auf die TE-V-9031 bis Bronchales und dann weiter über die TE-904 und A-1511 bis Pozodón. Jetzt geht es über die TE-V-9022 nach Ródenas. In der Ortsmitte von Ródenas ist das Castillo ausgeschildert. Man erreicht es noch ehe man in den Ort Peracense gelangt.

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Stadtmauer
Die Stadtmauer von Albarracin ist von weitem sichtbar und gilt als eines der Wahrzeichen des Ortes. Im Gegensatz zum Castillo ist die Stadtmauer frei zugänglich, teilweise sollte man jedoch trittsicher und schwindelfrei sein (was bei Boulderern gegeben sein dürfte ;-))). In Deutschland wären die meisten Abschnitte jedenfalls gesperrt.

Der steile, mühsame Aufstieg lohnt auf jeden Fall. Die Aussichten auf den Ort, die Kathedrale, die Burg und die Gegend sind kaum zu toppen.

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Die Augen des Cabriel
In der Nähe des kleinen Örtchens El Vallecillo startet der Rundwanderweg SL-TE 14.1 mit dem verheißungsvollen Namen „Ojos del Cabriel“. Über gut 6 km und 400 Höhenmeter spaziert man durch herrlich unberührte Natur, entlang am Rio Cabriel, über Hügel, an Aussichtspunkten vorbei und durch Wälder bis man schließlich wieder am Ausgangspunkt ankommt. Man kann im Ort Vallecillo starten oder am Aussichtspunkt „Mirador Ojo del Cabriel“. Dazu biegt man unmittelbar vor dem Ortseingang ganz scharf rechts in einen Feldweg ein und folgt diesem 550 m (ausgeschildert). Vallecillo erreicht man, wie unter Cascada del Molino San Pedro beschrieben. Weiter Infos gibt’s hier: Ojos del Cabriel

Ob sich die Fahrt nur für die Wanderung lohnt, muss jeder selbst entscheiden. Abwechslungsreich ist sie auf jeden Fall. In Verbindung mit dem beschriebenen Wasserfall fallen die paar zusätzlichen Kilometer nicht ins Gewicht und der Name der Wanderung ist doch schon Wert, den Spaziergang auszuprobieren.

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Santa Croche
Zwischen Albarracin und Gea de Albarracin liegt die Burgruine Castillo de Santa Croche direkt oberhalb von Straße und Flüsschen. Die Burg ist verfallen, viel zu sehen gibt es nicht, es sei denn, man hat einen Sohn für den Burgen, besonders Burgruinen, dass Allergrößte sind. Man kann den Besuch von Santa Croche jedoch sehr gut mit der Besichtigung des Aquäduktes (siehe unten) kombinieren. Ein verwackeltes Video mit Luftaufnahmen der Ruine gibt es auf Vimeo: Castillo Santa Croche

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Acueducto
Das römische Aquädukt von Albarracín-Gea-Cella, erstreckte sich einst entlang der drei Gemeinden Albarracín, Gea de Albarracín und Cella. Die Römer bauten diese 25 km (!!!) lange Wasserleitung, um eine Siedlung mit Wasser aus dem Fluss Guadalaviar zu versorgen. Entlang der Straße von Albarracin nach Gea de Albarracin kann man gut erhaltene Reste des Aquäduktes besichtigen. In Albarracin gibt es ein Besucherzentrum, das sehr ausführlich und anschaulich informiert. So wie ich verstanden habe, führt ein Wanderweg entlang des Aquäduktes, was bedeuten würde, dass man hier über 25 km auf 2000 Jahre alten Spuren wandeln könnte (das haben wir selbst jedoch nicht gemacht).

Das Aquädukt ist zusammen mit dem Staudamm von Muel und dem Aquädukt von Los Banales das bedeutendste römische Bauwerk in der gesamten Provinz Aragon. Weitere Infos gibt es hier: Centro de Visitantes del Acueducto

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Pinturas rupestre
Last but not least: unmittelbar bei den parkplatznahen Bouldersektoren (z.B. Arrastradero) findet man die weltberühmten Höhlenmalereien. Egal ob an einem Rasttag oder als Pause zwischen zwei Versuchen, die pinturas rupestre sind ein absolutes Muss, wenn man schon mal in Albarracin zu Gast ist.

Eigentlich kann man die Höhlenmalereien gar nicht verfehlen. Vom Boulder-Parkplatz aus sind diese perfekt ausgeschildert. Alternativ kann man auch einfach den Horden an spanischen Rentnern hinterherlaufen, die im Stundentakt von den Reisebussen ausgespuckt werden. Auf dieser Seite ist ein Rundweg gut beschrieben: Pinturas rupestre

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La Zahora
Wer keine Lust auf Wandern, Baden, Sightseeing und Kultur hat, der geht einfach ins La Zahora. Diese Bar hat sich in den letzten Jahren zu dem Treff für Blockjünger in Albarracin entwickelt. Hier gibt es neben gutem Essen auch Kletter- und Bouldervideos bis zum Abwinken.

Habt Ihr noch weitere gute Vorschläge für einen Rasttag? Dann hinterlasst mir doch einen Kommentar.

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Über ralfisordinarylife

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